Lifestyle

Umfrage: Golf - ein Sport zum Beeindrucken?

Geht es nach einer jüngsten Umfrage, geben nicht wenige Menschen vor, Golf zu mögen, nur um andere zu beeindrucken.

04. September 2020

Artikel teilen:

Golf hat - zumindest in Deutschland - einen schweren Stand, sich als Gesellschaftssport zu etablieren. Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) gaben nur 2,1 Prozent der mehr als 23.000 befragten Deutschen an, sich ganz besonders für Golf zu interessieren (2019). Wenig überraschend führt der Fußball diese Umfrage mit satten 33,8 Prozent an. Gefolgt vom Skispringen mit noch 14,2 Prozent. Der Golfsport schafft es nicht mal unter die Top 25 und rangiert noch hinter Sportarten wie Beachvolleyball, American Football oder Segeln. Geht es nach der Anzahl der Mitglieder aber, belegt der Deutsche Golf Verband in der Rangliste aller Spitzenverbände in Deutschland immerhin den neunten Platz.

Auf den ersten Blick scheint also eine riesige Diskrepanz zwischen Menschen, die Golf spielen oder zumindest im Verein angemeldet sind, und denen zu liegen, die sich auch dafür interessieren. Will man nun aber der neusten Umfrage des britischen Golf-Versandhandels Golfsupport Glauben schenken, kommt noch eine ganz andere Komponente ins Spiel. Laut ihrer Studie ist Golf nämlich die zweithäufigste Sportart, bei der vorgegeben wird, sie zu mögen, um andere zu beeindrucken. Bei der mehr als 3.000 Menschen umfassenden Befragung gaben insgesamt 67 Prozent an, schon einmal dabei gelogen zu haben, sich im Golfsport auszukennen, nur um seinen Mitmenschen zu imponieren.

Nur beim Fußball wurde häufiger gelogen. Ist Golf also ein Sport zum Beeindrucken? Laut der Zahlen schon. Wobei man hier nicht außer Acht lassen darf, dass Golf in seinem Herkunftsland Großbritannien einen deutlich höheren Stellenwert genießt als hierzulande. Und doch gelten die möglichen Gründe für das Lügen länderübergreifend. So gilt Golf nämlich als Sport, der eher von Menschen in höheren Jobpositionen ausgeübt wird. Vorzugeben, selbst ganz gerne auf dem Platz zu stehen, ist also durchaus eine beliebte Taktik, sich beim Chef einzuschleimen.

Ob dies auch bei möglichen Liebespartnern funktioniert, ist zunächst einmal fraglich. Jedenfalls gaben die Befragten diesen Fall als häufigsten Grund an, warum man überhaupt lüge, eine Sportart zu mögen, um jemanden zu beeindrucken. Macht Golf also auch noch sexy? Wir meinen: ja! Entsprechende Statistiken liegen uns hierzu aber noch nicht vor.

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Redakteur

Daniel Dillenburg, Teil der Golf.de Redaktion seit 2013, erst als Volontär, danach frei, Baujahr 1994, geboren in England, Platzreife 2012 und immer noch Handicap 54, viel Sport machen, Fußball, Golf und Fitness, für Golf.de aus dem Taunus nach München gezogen. Heimatclub: GC Eschenried.

Ähnliche Artikel