Augusta

6, 23, 33 - Darum gewinnt Woods das Masters 2020

Diese Zahlen lassen keine Zweifel zu, dass der Tiger das Ding rockt.

13. November 2020

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Es kann nur einen geben. Daher legen wir uns jetzt, hier und heute fest: Tiger Woods gewinnt das Masters 2020. Es muss so kommen. Ganz bestimmt sogar. Woher wir das wissen? Weil es die Zahlen verraten. Zumindest diese drei hier 6, 23, 33 - das ist kein Mittwochs- und auch kein Sonntags-Lotto. Das ist der Beweis: Tiger wird auch diesmal im Augusta National gewinnen.

Okay, die Statistik 2020 spricht jetzt nicht unbedingt für Woods. In dieser (wegen der Pandemie zugegebenermaßen außergewöhnlichen) Saison ist der Tiger in allen wichtigen Werten abgerutscht. Insbesondere bei seinen Abschlägen und seinen Annäherungsschlägen ist der US-Amerikaner deutlich schwächer als in den Jahren zuvor. Auch beim Putten offenbarte er in diesem Jahr immer wieder Schwächen. Und trotzdem sagt Woods voller Selbstbewusstsein: "Ja, ich zähle mich zu den Titelanwärtern."

Das wissen auch seine ärgsten Konkurrenten. Justin Thomas, nicht nur Kollege, sondern auch enger Vertrauter von Tiger Woods, sagt: "So einen wie Tiger kann man nie aus dem Favoritenkreis nehmen. Niemand weiß so gut wie Tiger, wie man hier spielen muss." Wir wiederholen uns da ungern, aber Tiger wird gewinnen. 6, 23, 33 - diese drei Zahlen verraten es doch, dass es so kommen muss. Wieso?

Es gibt diese eine schier unglaubliche Parallele zum großen Jack Nicklaus. Der "Golden Bear", inzwischen 80 Jahre alt und vor kurzem auffällig medial aktiv, als er für Donald Trump Wahlwerbung machte, hatte insgesamt 6 Masters-Championships gewonnen. Von seinem ersten Sieg (1963) bis zum letzten (1986) vergingen 23 Jahre. Und bei seinem letzten Triumph im Augusta National GC kam Nicklaus von Weltranglistenplatz 33. Und jetzt zu Woods: Gewinnt Tiger das Masters 2020, wäre das Titel Nummer 6 für Woods; von seinem ersten (1997) bis zu seinem sechsten Masters-Titel wären es dann 23 Jahre. Und jetzt kommt's! Tiger Woods ist als Nummer 33 der Weltrangliste nach Augusta gereist. Verrückt oder?

Woods und Nicklaus - es wäre eine sensationelle Geschichte, wenn dieses Zahlenspiel (6 Titel, 23 Jahre, 33. Weltranglistenplatz) aufgeht. Wir werden es sehen. Woods und Nicklaus sind übrigens die Einzigen, die alle vier Major-Turniere mindestens dreimal gewinnen konnten. Die Tage, an denen Woods die Weltelite schlagen kann, sind seltener geworden. Ob es ihm noch einmal an vier Tagen in Folge gelingt, darf bezweifelt werden. Aber was bei diesem besonderen Masters passieren wird, könne eh niemand vorhersagen, meint Woods. Erstmals wird das Masters schließlich auch ganz ohne Fans ausgetragen: "Es wird total anders, so etwas hat noch keiner erlebt."

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Thomas Kirmaier

Thomas Kirmaier
Freier Redakteur

Früher Eishockey, jetzt Golf. Arbeitet als freier Redakteur. Golferische Homebase: Bad Griesbach.

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