Masters

Kein neuer Altersrekord

Bernhard Langer kann beim Masters Tournament nicht an seine starke Vorjahresleistung anknüpfen und verpasst den Cut.

10. April 2021

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Zum 38. Mal nahm Bernhard Langer in dieser Woche am Masters Tournament teil. Doch die Voraussetzungen waren so schlecht wie lange nicht mehr. Ohne ordentliche Vorbereitung auf das prestigeträchtige Major-Turnier reiste der 63-jährige Deutsche nach Augusta. Die vergangenen fünf Wochen konnte der zweimalige Masters-Sieger kaum trainieren, da sowohl der Rücken als auch das Knie schmerzte. Diese fehlende Spielpraxis konnte Langer auch nicht mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung wettmachen und so sorgte eine 77er Runde an Tag zwei für den insgesamt elften verpassten Masters-Cut in seiner Karriere.

Zuletzt schaffte es Langer drei Jahre in Folge ins Wochenende. Bei der vergangenen Ausgabe im Augusta National Golf Club überstand er als ältester Spieler jemals den Cut beim Masters und wurde geteilter 29. Aus ähnlicher Position ging es für Langer in den zweiten Tag der diesjährigen Ausgabe, nachdem er sein Ergebnis mit 74 Schlägen in Runde eins noch ordentlich zusammenhielt. Am Freitag zollte er den vergangenen Wochen jedoch Tribut.

Nur ein Birdie wanderte auf Langers Karte, die unter anderem auch sechs Bogeys beinhaltete. Nach einer 77 (+5) an Tag zwei fehlten dem World Golf Hall of Famer vier Schläge auf die Top 50 und geteilten, die sich für die beiden Finalrunden qualifizierten. Der Altersrekord aus November bleibt damit bestehen und kann frühestens im nächsten Jahr wieder gebrochen werden. Dann vermutlich auch wieder mit einer besseren Vorbereitung für Langer.

Langer in guter Gesellschaft

Die Liste an Hochkarätern, die ihre Koffer schon nach zwei Runden packen müssen, ist lang. So scheiterte unter anderem der Titelverteidiger und Führende in der Weltrangliste, Dustin Johnson, am Cut in Augusta. Dies war vor allem auf seine Leistung auf den Grüns zurückzuführen. "Insgesamt sechs Mal in zwei Runden drei Putts zu benötigen, darf man sich einfach nicht leisten", so Johnson nach Runden von 74 und 75 Schlägen. Auch Rory McIlroy wird das Finale von der Couch aus verfolgen. Der viermalige Major-Sieger hatte am Ende drei Schläge zu viel auf dem Konto und muss damit weiter auf die Komplettierung des Karriere-Grand-Slams (Sieg bei allen vier Major-Turnieren) warten. Weitere Topstars, die den Cut verpassten: Sergio GarciaBrooks KoepkaLee Westwood und Jason Day.


(Dustin Johnson, Photo by Kevin C. Cox/Getty Images)

Wiesberger ganz vorne dabei

An einem Tag, an dem aufgrund weicherer Grüns deutlich mehr Birdies gespielt wurden als noch am Vortag, konnten zahlreiche Spieler zum enteilten Justin Rose aufschließen. Der Engländer spielte am Donnerstag noch eine überragende 65 (-7) und hatte damit vier Schläge Vorsprung auf die Konkurrenz. An Tag zwei blieb der US-Open-Champion von 2013 even Par, nachdem er auf den ersten neun Löchern drei über Par lag. "Ich habe an der Acht zu mir selbst gesprochen und gesagt, dass ich immer noch das Masters anführe", sagte Rose nach der 72. "Ich habe meine Denkweise geändert und gegen den Platz Matchplay gespielt." Das Duell endete Unentschieden.


(Bernd Wiesberger, Photo by Kevin C. Cox/Getty Images)

Die Gewinner des zweiten Tages waren Bernd Wiesberger und Tony Finau. Beide spielten jeweils eine 66er Runde und verbesserten sich damit auf den geteilten sechsten Rang. Wiesberger legte einen Blitzstart hin und lag schon nach fünf Löchern vier unter Par. Insgesamt notierte der Österreicher sieben Birdies bei nur einem Schlagverlust. Bei einem Gesamtergebnis von vier unter Par geht Wiesberger mit drei Schlägen Rückstand auf den Führenden ins Wochenende.

Den zweiten Rang bei -6 teilen sich die US-Amerikaner Will Zalatoris und Brian Harman. Ex-Masters-Champion Jordan Spieth folgt auf dem geteilten vierten Platz.

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg, schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.

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