PGA Tour

Große Emotionen auf kleiner Bühne

Beim Qualifikationsturnier zur Valspar Championship fließen Tränen, nachdem sich ein 27-Jähriger seinen großen Traum erfüllt.

27. April 2021

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Wie in jeder anderen Sportart übermannen einen auch im Golf ab und an die Emotionen. Dies wissen wir nicht erst seit dem Masters 2020, als selbst dem sonst immer so cool wirkenden Dustin Johnson bei seiner Siegesrede ein Kloß im Hals steckte. Hier sprechen wir aber immerhin von einem der größten Erfolge, die man im Herrengolf feiern kann. Dass die großen Emotionen aber auch auf der kleineren Bühne hervorgerufen werden können, zeigte sich beim Qualifikationsturnier für die anstehende Valspar Championship in Palm Harbor, Florida.

Denn beim "Monday Qualifier" setzte sich mit Michael Visacki unter anderem ein Mann durch, der seit knapp acht Jahren seinen Traum von der PGA Tour verfolgt. 2013 wechselte der inzwischen 27-Jährige ins Profilager. Seitdem schaffte er es nie über die West Florida Golf Tour hinaus. Einmal qualifizierte sich Visacki in der Zwischenzeit für ein Event der zweitklassigen Korn Ferry Tour. Ansonsten scheiterte er mehrmals knapp in der Q-School.

Auf Twitter veröffentlichte Videos zeigen Bilder vom Sechs-Meter-Putt, der Visacki erstmals einen Platz in einem elitären PGA-Tour-Feld bescherte. Wie viel ihm allein dieser Erfolg schon bedeutete, verdeutlichte nicht nur seine unmittelbare Reaktion auf den gelochten Putt. Auch beim anschließenden Gespräch mit seinem Vater schossen Visacki die Tränen in die Augen, als er die drei Worte "I made it" über die Lippen brachte. Und auch sein Papa war sichtlich gerührt von der Nachricht seines hart arbeitenden Sohnes, der seinen Traum niemals aufgab und sich nun unter anderem mit dem Masters-Sieger aus 2020 messen darf. Große Geschichten werden eben nicht nur bei den Majors geschrieben.

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg, schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.

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