Ryder Cup

Woods im Home-Office

Tiger Woods ist beim Ryder Cup in Whistling Straits nicht physisch anwesend, aber doch ein Teil des Teams.

23. September 2021

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Mit dem Ryder Cup 2020 in Whistling Straits endet auch eine Ära. Denn zum ersten Mal seit 1993 befindet sich im zwölfköpfigen Team USA keiner der Namen Phil Mickelson oder Tiger Woods. Während Mickelson aber immerhin als Vize-Kapitän von Steve Stricker vor Ort ist, wird Woods auf der Anlage vermisst. Die Reha nach seinem Autounfall im Februar lässt eine Anreise nach Wisconsin nicht zu. "Ich glaube, es ist kein guter Zeitpunkt für ihn hier zu sein, weil er sich aktuell in der Reha befindet und Whistling Straits ein anstrengender Platz ist", so Stricker über seinen langjährigen Freund, der bereits beim Ryder Cup 2016 für Davis Love III als Vize-Kapitän im Einsatz war. "Aber es geht ihm immer besser und sein sowie mein Fokus liegt auf seinem Comeback. Dem wollen wir nicht im Weg stehen, denn wir wollen ihn wieder spielen sehen."

Stricker verriet aber, dass Woods trotz seiner Abwesenheit ganz nah an der Mannschaft sei. Zum einen haben ihnen einige der US-amerikanischen Spieler erst kürzlich in Florida besucht und zum anderen telefonieren beide regelmäßig miteinander. "Er ist Teil unseres Ryder-Cup-Teams", erklärte Stricker, der schon beim Presidents Cup 2017 von Woods assistiert wurde. "Er ist Teil von dem, was wir tun." 

Die Unterstützung könnte ähnlich ausfallen wie schon 2015, als Woods nicht zum Presidents Cup nach Südkorea reisen konnte und von zuhause aus in ständigem Kontakt zu den Kapitänen stand. "Er will irgendwie involviert sein", sagte Love III damals. Gut möglich also, dass der ein oder andere Spieler im Laufe der Woche mal zu einem Telefonat mit dem 15-fachen Major-Sieger verabredet ist. Entspannt und zurückgelehnt wird Woods den Ryder Cup jedenfalls nicht verfolgen. Dafür ist er mit zu viel Herzblut bei diesem Event dabei, das er so viele Jahre mitprägte. 

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg, schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.

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