Open Championship

Birthday-Boy Siem bärenstark

Am ersten Turniertag der 149. Open Championship sorgen ehemalige Sieger für Furore, von den vier Deutschen glänzt an seinem Geburtstag insbesondere Marcel Siem.

15. Juli 2021

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"Endlich wieder Open", ließ sich getrost verlauten, nachdem die 149. Auflage des Majors nun nach einem Pause-Jahr endlich gestartet werden konnte. Mit täglich 32.000 Zuschauern und im altehrwürdigen Royal St. George's GC im Südosten Englands in Sandwich, Kent. Dort hatte Darren Clarke 2011 zuletzt die Claret Jug stemmen dürfen. 

Bei absolut nicht leichten Bedingungen gelang ihm ein ziemlich solider Auftakt mit 71 Zählern und eins über Par. Damit waren er - und übrigens auch Titelverteidiger Shane Lowry - auf dem schweren Links-Kurs schon mal gut unterwegs, nur wenigen Spielern gelangen wirklich niedrige Runden. Wobei sich wohl die Erfahrung mit Open-Titeln auszahlte.

Denn: Das Rennen an der Spitze machte der Open-Champion von 2010 Louis Oosthuizen (St. Andrews) mit einer 64er Runde einen Zähler vor dem Sieger der 2017er Auflage (Royal Birkdale) Jordan Spieth und Brian Harman. Und hinter dem Duo folgt nach einer starken 66er Runde bei vier unter Par mit Stewart Cink ein Claret-Jug-Besitzer (Turnberry 2009).

"Es war wahrscheinlich in meinem Kopf die perfekte Runde, die ich hätte spielen können", sagte Oosthuizen. "Ich habe nicht viele Fehler gemacht. Wenn ich gute Möglichkeiten für ein Birdie hatte, habe ich die Putts gemacht. Also ja, einfach eine sehr gute, solide Runde." Der Südafrikaner hatte die letzten beiden Majors auf zweiten Plätzen beendet.

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Vier Deutsche im Feld, einer bärenstark

Vier Deutsche im Starterfeld einer Open hatte es noch nie zuvor gegeben. Nun heißt es dabei Daumen drücken, dass möglichst viele von ihnen auch am Wochenende nach dem Cut weiter dabei sein können. Der Auftakt verlief zumindest zum Teil mit gemischten Gefühlen.

Marcel Siem (Bild) hatte an seinem 41. Geburtstag eine späte Startzeit um kurz nach halb drei Uhr erwischt und konnte insbesondere auf den Back Nine ganz großartig aufspielen. Nach einigen Pars und einem Bogey von der 7 gelangen ihm Unterspielungen an den Löchern 8, 9 und 12, bis ihn ein Bogey an der schweren 13 kurz auszubremsen versuchte. Siem blieb aber dran und legte Unterspielungen an den Löchern 14 und 16 nach. An der 16, dem tricky Par 3, schlug er ein klasse Eisen bis auf weniger als einen Meter an den Stock und erntete gebührend Applaus.

Die 18 hatte schon einigen das Genick gebrochen und gute Scores verhagelt. Siem fand einen tiefen Bunker auf der linken Seite und meisterte aber nervenstark das Up-and-Down zum Par. Damit brachte das Geburtstagskind eine 67 und drei unter Par ins Clubhaus. Das brachte dem frisch gebackenen Challenge-Tour-Sieger erst einmal einen geteilten neunten Platz!

Marcel Schneider, dem eine Woche vor Siems Erfolg auf der Challenge Tour ebenfalls ein Sieg gelang, kam auf 73 Zähler und teilte damit am Nachmittag den 114. Rang. Und Routinier Martin Kaymer sowie Amateur-Star Matthias Schmid kamen auf 74er Runden und den geteilten 127. Rang.

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Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de I myGOLF

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