Open Championship

Siem und Schmid spitzenklasse

Marcel Siem und Matthias Schmid gehen stark positioniert ins Wochenende der 149. Open Championship.

16. Juli 2021

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Früh am Freitagmorgen hatte für Matthias Schmid der zweite Turniertag der 149. Open Championship begonnen. Der zweimaligen Europameister und Noch-Amateur fand gleich ins Spiel und konnte sein erstes Birdie am vierten Loch von Royal St. George's verwandeln. Vier weitere Unterspielungen folgten auf den zweiten neun Löchern. Bogeys keine.

An der 18 hatte er einen reellen Birdie-Putt. Es wurde ein sicheres Par zur 65. Die (mit Tom Lewis geteilt) beste Runde aller Zeiten eines Amateurs bei den Open brachte Schmid die sichere Position im mittleren Bereich des Hauptfelds bei insgesamt eins unter Par. Cut geschafft beim zweiten Anlauf in einem Major-Feld. Stark.

Marcel Siem legt nach

An seinem 41. Geburtstag hatte der frisch gekrönte Challenge-Tour-Champ Marcel Siem eine souveräne 67 vorgelegt. Und am Freitagmittag sollte eine weitere folgen. Diese nach einem verhaltenen Start mit einem Bogey von der Drei umso nervenstärker im Abschluss.

Siem hielt sein Spiel zusammen und konnte auf eine erste Unterspielung von Bahn 8 weitere an den Löchern 14, 17 und der brutal anspruchsvollen 18 nachlegen. Das, wo auch die größten Stars eigentlich nur irgendwie auf diesen Schlusslöchern keine Schläge zu verlieren versuchen.

Das glänzende Finish brachte den Rheinländer auf insgesamt sechs unter Par und zwischenzeitlich sogar bis auf Position zwei nach vorne. Denn die frühe Führung bei neun unter Par trotz Schlagverlust von Loch 15 hatte Colin Morikawa übernommen. Mit einer 64er Runde.

Oosthuizen in Major-Modus

Louis Oosthuizen ging zwar als Führender aus der ersten Runde, hatte mit einer späten Startzeit aber ein paar Schläge aufzuholen. Routiniert fand der Open-Sieger von 2010 ins Spiel und verwandelte schnell Birdies an den Löchern 1, 7, 12 und 13, gefolgt von einem seltenen Eagle an Loch 14. Das einzige Bogey von der 16 brachte dem entspannt aufspielenden Südafrikaner die alleinige Führung bei elf unter Par nach 64 und 65 Zählern. "Ziemlich perfekte Runden", so sein Kommentar des Zweiten der letzten beiden Majors in diesem Jahr. "Ich weiß, dass mein Spiel an einem guten Platz ist."

Kaymer und Schneider scheitern

Bei Martin Kaymer sollte es nach einem harten Kampf am Ende um einen Schlag nicht reichen. Der zweimalige Major-Sieger ließ auf 74 Zähler eine 68 folgen und verpasste bei plus zwei den Cut. Bogeys an den Löchern 4 und 10 ließen ihn bei level Par für den Tag auf die Zielgerade gehen und die beiden Unterspielungen von den Löchern 14 und 16 verdeutlichten seinen starken Willen, sollten aber letztlich unbelohnt bleiben. Es war die zweitbeste Runde aller hinter den besten 40 positionierten Spieler.

Marcel Schneider verpasste den Cut bei insgesamt neun über Par mit einer 76er Runde.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de I myGOLF

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