Mental

Training fürs Gehirn

Die Gehirnaktivitäten lassen sich auch beim Sport messen. Justin Walsh zeigt, wie es im Gehirn aussieht, wenn ein Golfer sehr gut spielt - und wie, wenn es nicht läuft. 

Artikel teilen:

Ich möchte anhand eines Beispiels aufzeigen, wie die Gehirnaktivitäten eines Schülers aussehen, der Probleme mit seinem kurzen Spiel hat. Im Ausschnitt lässt sich erkennen, dass in der rechten Gehirnhälfte viel Aktivität auftritt (roter Bereich im Theta). Dies wird mit den Gefühlen Angst sowie Furcht aber auch Unbehagen assoziiert.

Generell wird ein hohes Aktivitätsniveau auf der rechten Gehirnhälfte (Alpha oder Theta) mit einer Vermeidungs-Einstellung gleichgesetzt.  

Im Anschluss habe ich mit dem Schüler spezielle Fokussierungstechniken eingeübt, ehe er erneut beim Spielen kurzer Annäherungsschläge gemessen wurde. 

Jedes Gehirn agiert anders. In diesem Fall reagierte der Spieler am besten auf eine Technik, bei der er seine Augen entspannte und sich zudem daran erinnerte, wie er als junger Golfer erfolgreich das kurze Spiel gemeistert hatte (als 15-Jähriger). Dieses Gefühl konnte er dann auf sein aktuelles kurzes Spiel übertragen. 

Nicht nur die Schläge, sondern auch die Messwerte änderten sich deutlich. 

Nach einem weiteren mentalen Training, diesmal mit einer Entspannungsübung und einer Meditationstechnik, reagierte das Gehirn erneut anders. Die Messwerte zeigten, dass das Gehirn weniger aktiv und stärker ausbalanciert war sowie beide Hälften agierten. Dies wird generell damit assoziiert, dass bessere Ergebnisse gelingen.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de/Mygolf

Spielt seit mehr als 30 Jahren Golf und schreibt seit guten 20 Jahren über Golf.

Ähnliche Artikel