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HIO Fitting

Wie wichtig ist die Schaftlänge eines Schlägers?

HIO-Fitting-Experte Adrian Kramer geht im sechsten Teil der neuen Kauftipp-Serie auf die individuellen Schaftlängen ein.

21. Juni 2022

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"Ein einzelner Golfschläger zeigt deutlich mehr als zehn relevante Parameter auf, die man unabhängig vom Level auf den eigenen Körper und Schwung anpassen sollte", sagt Adrian Kramer von HIO Fitting. Einer der Wichtigsten stellt dabei die Schaftlänge dar.

"Für jeden Golfschläger gibt es eine typische Standardlänge im Markt", ergänzt der Schlägerexperte und meint: Von Haus aus ist der Driver der längste Schläger im Bag, gefolgt von den Fairwayhölzern, Hybriden, Eisen, Wedges und schlussendlich dem Putter. Allerdings warnt Kramer auch davor, dass nicht jeder Hersteller das genau gleiche unter "Standardlänge" versteht. "Wobei die Unterschiede meist nicht dramatisch sind."

Gemessen wird die Länge eines Golfschlägers unter Berücksichtigung eines bestimmten Winkels in der Einheit Inch (1 Inch = ca. 2,54 cm). Hier ein Beispiel, wie lang normale Herrenschläger sein können. Damen im Vergleich sind meist rund ein Inch kürzer:

Nun hilft der Standard allerdings wenig, wenn der eigene Körperbau nicht der Norm entspricht. Hier kommt es für die erfahrenen Fitter von HIO Fitting vor allem auf Folgendes an:

  • Körpergröße
  • Oberkörperlänge im Verhältnis zum Unterkörper
  • Armlänge
  • Körperliche Einschränkungen

Auch die eigene Technik und vor allem Ansprechposition spielen bei der Wahl der idealen Schaftlänge eine Rolle. Auch Profi-Spieler stehen nicht immer gleich am Ball - manche starten/schwingen aufrechter oder auch gebeugter.

Was alles schieflaufen kann, wenn die Schaftlänge nicht passt, ist sehr individuell. Aber in jedem Fall wirkt es sich nicht positiv auf das Schlagergebnis aus. Typische Probleme, die auftreten können, wären:

  • Schläger sind zu kurz:
    • Unsaubere Kontakte aufgrund von zu tiefer Ansprechposition bzw. viel Körperbewegung 
    • Treffer an der Spitze des Schlägerkopfs
    • Flacher Abflugwinkel des Balls
    • Tendenz zur Linkskurve (Hook)
    • Verlust an Schlagweite, da Schwunggeschwindigkeit reduziert sein kann
  • Schläger sind zu lang:
    • Erhöhte Schwierigkeit, den Ball mittig auf der Schlagfläche zu treffen
    • Treffer an der Hacke des Schlägerkopfs
    • Hoher Abflugwinkel des Balls
    • Tendenz zur Rechtskurve (Slice)

Definitiv lautet hier die Empfehlung, sich egal auf welchem Level von einem professionellen Fitter beraten zu lassen, so dass dem bestmöglichen Schlagergebnis nichts im Wege steht. Zum Glück ist ein Schläger mit der richtigen Schaftlänge ja meist nicht teurer als einer mit der falschen.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Freier Redakteur



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