ANZEIGE
Die Golfanlage

Die Golfplatz-Bereiche

Ein Golfplatz wird in fünf unterschiedliche Bereiche innerhalb der Spielbahn sowie in Gebiete außerhalb der Grenzen oder Spielzonen unterteilt, die alle unterschiedliche Funktionen besitzen.

05. Juni 2022

Artikel teilen:

Abschlag, Fairway, Rough, Bunker, Penalty Area, Grün, No-Play-Zone, Aus oder Übungsanlage: Wer sich diesen fünf Bereichen innerhalb eines Golfplatzes oder aus einer Position außerhalb der Grenzen oder der Spielzonen befindet, sollte die wichtigsten Regelungen kennen. Eine Erklärung der acht unterschiedlichen Bereiche innerhalb und außerhalb einer Spielbahn. /""

Aus

Wer einen Golfball außerhalb der Grenzen eines Golfplatzes befördert (meist mit weißen Begrenzungspfählen oder einer weißen Linie gekennzeichnet), darf von dieser Stelle aus nicht weiterspielen. Sondern es muss unter der Einhaltung von Regelungen woanders weitergespielt werden, nämlich mit einem Strafschlag und mit einem Ball an jenem Ort, an welchem der vorausgegangene Schlag ausgeführt wurde. Sollte man sich nicht sicher sein, ob der Ball im Aus gelandet ist, kann ein provisorischer Ball (zusätzlicher Ball) direkt nach dem Schlag ausgeführt werden. Sollte der vorausgegangene Ball tatsächlich im Aus liegen geblieben sein, wird der provisorische Ball zum neuen Ball im Spiel.

Abschlag

Der Abschlag ist einer der fünf definierten Bereiche eines Kurses, der durch spezielle Abschlagsmarkierungen gekennzeichnet ist. In diesem rechteckigen Bereich zwischen den beiden Markierungen in der Breite von zwei Schlägerlängen und den nach hinten führenden Seitenkantenlinien der Markierungen muss der Spieler seinen ersten Schlag auf jeder Bahn ausführen. Es gibt mehrere Abschläge für Herren (gelb), Damen (rot), Champions (Herren weiß, Damen blau), Senioren (orange) und Jugendliche (grün), die bei gewissen Runden auch geschlechts- und altersunabhängig als Startpunkte gewählt werden können.

Abschlagsmarkierungen (photo by mrcmos / Shutterstock.com)

Allgemeiner Bereich

In diesem Bereich befinden sich gleich mehrere unterschiedliche Untergründe. Fairway, Rough, Semirough und das Vorgrün gehören dazu. Das Fairway ist die aus kurz gemähtem Gras bestehende Bahn, auf welcher der Ball nach dem Abschlag zum Liegen kommen sollte. Das Semirough, ein etwas höheres Gras, grenzt an das Fairway als Vorstufe zum Rough an. Letzteres kennzeichnet die Flächen zwischen oder neben den Spielbahnen und wird nur ganz selten oder nie gemäht. Der Bereich direkt vor dem Grün ist das Vorgrün (Vorstufe zum Grün) und ist kurz gemäht.

Bunker

Diese mit Sand gefüllten Hindernisse befinden sich am Rande von Fairways oder Grüns. Hier gelten spezielle Regelungen wie zum Beispiel das Verbot der Berührung des Sandes vor einem Schlag, die Inanspruchnahme spezieller Erleichterungsregeln oder die Möglichkeit des Entfernens loser Hindernisse.

Golfball im Sandbunker (photo by Inked Pixels / Shutterstock.com)

Wasserhindernis („Penalty area“)

Fliegt ein Ball in ein Gewässer auf dem Kurs oder in jeden anderen Teil des Kurses, den ein Turnierausschuss als „penalty area“ definiert hat, kann nur mit einer Erleichterung in einem speziellen Bereich außerhalb dieser Zone und mit einer Strafe von einem Schlag weitergespielt werden. Diese Bereiche können entweder mit gelben Linien oder Pfählen abgesteckt (frontales Hindernis) oder in gleicher Art und Weise in rot gekennzeichnet sein (seitliches Hindernis). Eine rote penalty area bietet Golfern gegenüber der gelben Variante beim Weiterspielen hinsichtlich der Erleichterung eine Auswahlmöglichkeit mehr.

Grün

Das Grün („Putting Green“) ist die Fläche, auf der in der Regel eingeputtet wird. Auf diesem am kürzesten gemähten und meist mit einer speziellen Grassorte versehenen Bereich befinden sich das Loch und die darin steckende Fahne (die beim Putten auf Wunsch auch herausgenommen werden darf). Auf dem Grün gelten auch spezielle Regeln: Der Ball darf unter anderem angehoben und gereinigt werden, Sand und lose Hindernisse dürfen entfernt werden und Ausbesserungen von Schäden des Bodens dürfen vorgenommen werden (z.B. durch Bälle verursachte Löcher im Boden, die mit einer Pitchgabel ausgebessert werden können).

photo by eans / Shutterstock.com

No Play Zone

Eine sogenannte "No-Play-Zone" ist ein definierter Teil einer anormalen Platzbedingung oder einer penalty area, in dem das Spielen nicht erlaubt ist. Die Gründe für die Errichtung eines solchen Bereiches können entweder ein ausgebesserter Platz, Naturschutz-, Denkmalschutz- oder Gefahrenzonen sein.

Übungsanlagen

Die Übungsanlage befindet sich außerhalb der fünf Bereiche der Spielbahnen. Meist mit einer Driving Range zum Üben von mehrere Abschlagsplätzen, mit Bunkern und Grüns zum Üben spezieller Schläge ausgestattet, sind diese Anlagen oftmals öffentlich zugänglich und können und ohne weitere Voraussetzungen gegen Bezahlung einer Gebühr („Greenfee“) für jedermann genutzt werden (kostenlose Nutzung für Mitglieder meist in der Mitgliedsgebühr enthalten). Im Gegensatz zu einer Golfrunde dürfen hier auch spezielle "Range Bälle", die man meist von der Golfanlage aus einem Ballautomaten beziehen kann, verwendet werden.

Robert M. Frank

Robert M. Frank
Leitender Redakteur

Nach abgeschlossenem Sportwissenschaft-Studium an der TU München ab 2008 als freier Autor/Reporter/Sportjournalist für Online-Portale, Tageszeitungen, Zeitschriften und Agenturen tätig. Der gebürtige Münchner, Jahrgang 1981, stieß 2018 zum Redaktionsteam hinzu und ist seit März 2022 Leitender Redakteur bei myGOLF.de. Golferische Heimat: Gut Rieden in Starnberg



Ähnliche Artikel

ANZEIGE