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Fitting

Was bedeutet Flex und welcher passt zu mir?

Marco Burger von HIO Fitting geht auf die Flexibilität und Schwungtypen ein und berät, wie Sie die passenden Schäfte für Ihre Schläger finden.

07. Juli 2022

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"Flex ist erst einmal nur die Abkürzung für Flexibilität und beschreibt damit die Härte bzw. Steifigkeit eines Schaftes", sagt Marco Burger von HIO Fitting. "Typischerweise spielen Damen weichere Schäfte als Herren." Hierfür gibt es eine genauere Abstufung, die man in der Regel als Angabe auf dem Schaft findet:

  • L-Flex = Damen
  • A- oder M-Flex = Senioren
  • R-Flex = Herren Regular
  • S-Flex = Herren Stiff
  • X-Flex = Herren Extra-Stiff

Sinnvoll wäre es eher, den "richtigen" Flex von der Schwunggeschwindigkeit, dem Ballflug und dem subjektiven Gefühl abhängig zu machen. Durchaus gibt es ja Damen sowie Herren, die unterschiedliche körperliche Voraussetzungen mitbringen und demnach auch schneller oder langsamer schwingen. Bei fast jedem Trainer oder Fitter lässt sich mittels eines modernen Launchmonitors (Trackman, Foresight...) die eigene Geschwindigkeit bestimmen und somit Aussage über einen sinnvollen Schaft geben. Neben dem Flex gibt es ja viele weitere spannende und wichtige Parameter, die hier ebenfalls geprüft werden können, sodass man nicht nur den richtigen Flex, sondern den 100 Prozent richtigen Schläger bestehend aus Kopf, Schaft und Griff spielt.

Einzig das Problem bleibt, dass es keine Norm für die Buchstaben-Klassifikation auf den Schäften gibt. Zwar halten sich fast alle Hersteller an die Angaben L, A/M, R, S, X auf dem Schaft, jedoch ist nicht festgelegt, wie hart oder weich der jeweilige Schaft genau sein muss. Somit ist es leider mehr als üblich, dass ein Schaft von Hersteller A mit z.B. R-Flex deutlich härter/weicher ist als ein Schaft von Hersteller B. Selbst innerhalb eines Schaftherstellers gibt es Produktlinien, die bewusst härter oder weicher produziert werden, um zum Beispiel eine bestimmte Zielgruppe besonders stark anzusprechen.

Wer es genau wissen will, sollte einen professionellen Fitter mit hauseigener Werkstatt aufsuchen - hier findet man meist eine sogenannte "Frequency Machine", mit welcher bei jedem Schaft vergleichbar die exakte Schwingung bzw. Härte gemessen werden kann. So lässt sich zum einen sicherstellen, dass beispielsweise innerhalb eines Eisensets alle Schäfte gleich sind und zum anderen das es die richtige Steifigkeit für den Spieler ist.

Simpler Expertenrat

Geht man die ganze Sache etwas simpler an, so sollte eine normal gebaute Dame mittleren oder älteren Alters einen L-Flex Schaft spielen, sportliche Damen oder auch älteren Herren einen A-Flex, normale Herren mittleren Alters einen R-Flex, sportliche Herren einen R- bis S-Flex und jüngere sehr schnelle Spieler einen S- bis X-Flex. Bei den Eisen und Wedges gibt es dann zudem noch die Wahl zwischen Graphit und Stahl, was das Flex-Thema dann auch nochmal etwas beeinflusst. Hierzu in einem anderen Artikel mehr.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Freier Redakteur



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