ANZEIGE
Buntes

PGA und Trump legen Streit bei

Nach den politischen Vorkommnissen im Januar erzielen die PGA of America und ihr langjähriger Partner eine Einigung.

06. April 2022

Artikel teilen:

Die Zusammenarbeit zwischen der PGA of America und der Trump Organisation hatte auch schon harmonischere Jahre erlebt. Nachdem sich Donald Trump im Zuge des Sturms auf das Kapitol von Washington DC im Januar auf die Seite seiner gewaltsamen Anhänger stellte, reagierte man bei der PGA umgehend und verkündete, dass man einen bestehenden Vertrag mit der Organisation auflösen wolle. Dies hatte zur Folge, dass die PGA Championship 2022 nicht wie vorgesehen in Trump Bedminster stattfinden wird. Der Präsident der PGA of America, Jim Richerson, sagte damals: "Es wurde klar, dass es schädlich für die Marke PGA of America wäre, wenn wir die PGA Championship auf Trump Bedminster austragen würden.“ Zudem würde eine Austragung auf dem Kurs des damals scheidenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika "viele Programme sowie die Langlebigkeit ihrer Mission gefährden", erklärte die PGA weiter.

Diese Reaktion kam bei der Trump Organisation selbstverständlich nicht gut an. "Wir haben viele Millionen US-Dollar in die PGA Championship 2022 im Trump National Golf Club, Bedminster investiert“, hieß es in einem damals veröffentlichten Statement. Man sei enttäuscht über den Beschluss ihres langjährigen Partners und warf der PGA Vertragsbruch vor. In den Folgemonaten war es ruhig geworden um die etwas undurchsichtige Angelegenheit. Nun, elf Monate später, scheinen sich die Wogen geglättet zu haben. Dies lässt sich zumindest den jüngst veröffentlichten Statements entnehmen, in denen es heißt: "Der Beitrag der Trump Organisation zur Golf Community ist wertgeschätzt", so die PGA of America. "Wir sind dankbar, dass das Unternehmen hunderte von PGA Professionals anstellt und durch die Austragung von Charity-Events sowie dem Sponsoring von Jugendgolfprogrammen der Golf Community etwas zurückgibt. Wie wir es 2014 ankündigten, ist Trump Bedminster ein würdiger Major-Austragungsort und in einem Portfolio mit einigen der besten privaten sowie öffentlichen Plätzen der Welt."


(Der Trump National Golf Club in Bedminster, New Jersey, Photo by Drew Angerer/Getty Images)

Man scheint die vergangenen Monate also genutzt zu haben, sich wieder die Hände zu reichen und auf eine weitere Zusammenarbeit zu setzen. Genaue Details zu der Einigung sind nicht bekannt. Die PGA Championship 2022 ist jedenfalls schon umgezogen und findet vom 19. bis 22. Mai im Southern Hills CC in Tulsa, Oklahoma, statt. Trotzdem konnte man sich auch seitens der Trump Organisation zu versöhnlichen Worten durchringen. Eric Trump, seines Zeichens Vizepräsident des Familienunternehmens, gab zu Protokoll: "Wir haben großen Respekt vor der Arbeit der PGA. In den vergangenen 20+ Jahren hatten wir Freude an der Zusammenarbeit mit der PGA, um unseren Clubmitgliedern sowie der Öffentlichkeit auf der ganzen Welt großartige Golferfahrungen zu bieten. Wir freuen uns darauf, weiterhin die Mission der PGA und ihrer Professionals, die die besten in der Golfindustrie sind, zu unterstützen." Und so endet das Jahr 2021 zwischen diesen beiden Geschäftspartnern doch deutlich versöhnlicher als es sich im Januar vermuten ließ.

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.



Ähnliche Artikel

ANZEIGE