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World Handicap auf myGOLF

Alles Wissenswerte rund um Ihren neuen Handicap-Index und das World Handicap System finden Sie hier.

10. Dezember 2020

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Es ist soweit. Nach mehreren Jahren Vorbereitung und umfangreichen Tests, können Sie hier auf myGOLF Ihren neu berechneten World Handicap Index sehen. Schon bevor Anfang Januar vom alten EGA-Vorgabensystem auf das neue World Handicap System (WHS) umgestellt wird, zeigen wir Ihnen in Ihrem Handicap History Sheet (früher: Stammblatt) Ihren neuen Handicap-Index sowie die für diesen HCPI relevanten Runden plus zudem auch noch den letzten Stand Ihres alten EGA-Handicaps.

Wie und wieso? Das WHS lief 2020 bereits in einigen Ländern an, in Deutschland löst es das (altbekannte) EGA-Vorgabensystem ab Januar 2021 ab. Es entstand durch die auch bei den Regeln federführenden Organisationen R&A (Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews) und USGA (United States Golf Association) aufgrund des Drangs nach weltweiter Vereinheitlichung und zur besseren Erfassung der aktuellen Spielstärke: "Wenn die Golf-Community zusammenarbeitet, profitieren alle. Weltweit ein einheitliches Handicap-System zu haben, wird Golfer aus allen Ländern noch enger miteinander verbinden", so Mike Davis, CEO der USGA. Man wolle damit das Spiel fit für die Zukunft machen. Und ein Statement dazu von Martin Slumbers, Chief Executive der R&A: "Die Regeln zu modernisieren, war ein Schritt nach vorn. Das WHS wird ein weiterer sein." Eine Veränderung bringe Chancen. Und das könne nur gut für den GolfSport sein.

Der neue Handicap-Index errechnet sich recht einfach, indem der Durchschnitt der besten acht Ergebnisse aus den jüngsten 20 Handicap-relevanten (früher: vorgabenwirksamen) Runden gebildet wird. Das kann positive Ausreißer relativieren, negative möglicherweise unberücksichtigt lassen und soll Sie insbesondere dazu animieren, mit großer Freude viele Handicap-relevante Runden zu spielen. In diesem Sinne wünscht Ihnen das Team von MyGOLF eine frohe Weihnachtszeit und ein sportliches und gesundes neues Jahr! 

>>> Hier gelangen Sie zu Ihrem HCPI und Ihrem Handicap History Sheet >>>

Noch ein paar nützliche Hinweise zum WHS und HCPI:

  • Alle Vorgaben werden neu berechnet
  • Das maximale Handicap liegt weiterhin bei 54
  • Auch jenseits von 36,0 gibt es Nachkommastellen (z.B. 53,9)
  • Besser als Null heißt jetzt Minus-Handicap (- und nicht mehr +)
  • Oberhalb 26,5 können Sie sich nicht verschlechtern, bzw. Spieler mit EGA-Vorgabe von 26,5 und höher bekommen keinen höheren (schlechteren) neuen Handicap-Index.
  • Vorgabenklassen (sowie Pufferzonen und Herauf- und Herabsetzungsmultiplikanden) entfallen.
  • Auch die besten Spieler können sich nun über Privatrunden sowie 9-Löcher-Turniere verbessern.
  • An den Handicap-relevanten Spielformaten ändert sich nichts (Einzel-Zählspiel, Zählspiel nach Stableford, Maximum Score, Par- oder Bogey-Spiele, 9-Löcher-Runden)
  • Course Rating und Slope (Schwierigkeit des Platzes) bestimmen individuelle Spielvorgabe, die nun Course Handicap oder Playing Handicap genannt wird. Berechnung: Handicap-Index x Slope / 113 + CR - Par
  • Zentrale Messgröße ist das Score Differential als gewichtete Relation zw. gewertetem Bruttoergebnis und Platzschwierigkeit: (gewertetes Bruttoergebnis - CR-Wert) x 113 / Slope
  • Die EDS-Runde wird nun "registrierte Privatrunde" genannt.
  • Im Ausland gespielte Runden müssen Sie ggf. selbst an Ihren Club übermitteln.
  • Wenn von den letzten vier Jahren nicht genügend Runden zur Berechnung vorhanden sind, bekommt der Spieler ein fiktives Ankerergebnis in Höhe des letzten EGA-Handicaps.
  • Bei der Auswertung der einzelnen Löcher Ihrer Scorekarte werden Scores über einem Netto-Doppelbogey stets als Netto-Doppelbogey gewertet - auch gestrichene Löcher sowie Ausreißer im Einzel-Zählspiel. (Klar: Für die Platzierung im Turnier zählt jeder Schlag.)
Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de/Mygolf

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