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Tour-Vorschau

Harte Quali und besinnliches Familienfest

Vorschau auf das Tour-Geschehen mit dem Final Qualifier auf der Ladies European Tour und der PNC Championship.

15. Dezember 2021

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In dieser Woche lesen Sie die 51. und damit letzte Tour-Vorschau des Jahres. Die wöchentlichen Ausblicke auf das Geschehen in der Golfwelt führten uns um den gesamten Globus und den Schlusspunkt setzen die Destinationen Spanien und Orlando. Doch wer glaubt, dass das Jahr auf einer ruhigen Note ausläuft, täuscht sich zumindest zur Hälfte. Die Vorschau:

Ladies European Tour


(Verena Gimmy, Credit: Tristan Jones, Flickr)

Nachdem sich in der vergangenen Woche 75 Spielerinnen durch den Pre-Qualifier kämpften, steht in dieser Woche das finale Qualifikationsturnier der LET an. Der Austragungsort bleibt derselbe. Im Real Golf La Manga Club stehen zwei top-gepflegte Plätze zur Verfügung, auf die sich das Feld von insgesamt 128 Spielerinnen aufteilen kann. Wieso in dieser Woche mehr als die 75 qualifizierten Damen antreten, liegt daran, dass man sich seinen Platz im Final Qualifier auf unterschiedlichste Weise erspielen konnte. Sophie Hausmann rückte beispielsweise als Teilnehmerin der LPGA Q-Series ins Feld. Verena Gimmy qualifizierte sich über die Order of Merit der vergangenen LET-Access-Series-Saison. Und mit Franziska Friedrich, Leticia Ras-Anderica und Sarina Schmidt gehen drei Deutsche an den Start, die in der vergangenen Spielzeit bereits auf der LET unterwegs waren, ihre Karte aber nicht über die reguläre Saisonwertung halten konnten.

Zu den fünf bereits erwähnten deutschen Damen gesellen sich Luisa Dittrich, Helen Tamy Kreuzer sowie Sophie Witt, die allesamt den La Manga Club aus der vergangenen Woche kennen und das erste 72-Löcher-Event unter den Top 75 beendeten. In dieser Woche sind die Top 50 das primäre Ziel. Nur so qualifiziert man sich nämlich für den Finaltag am Montag, an dem sich dann entscheidet, in welcher Kategorie man in der kommenden Saison landet. Die besten 20 Spielerinnen nach den fünf Runden starten 2022 aus der elften Kategorie und alle weiteren aus den Top 50 rutschen in Kategorie 15. Allen Beteiligten steht also nochmal eine äußerst wichtige Woche bevor, ehe es in die wohlverdiente Weihnachtspause geht.

PGA Tour Champions


(Mik und Justin Thomas, Photo by Mike Ehrmann/Getty Images)

Während es bei den Ladies in Spanien um die Karrierezukunft geht, wird in Orlando ein traditionelles Familienfest gefeiert. Die PNC Championship markiert seit Mitte der Neunzigerjahre den entspannten Schlusspunkt eines langen Golfjahres. In der Woche vor Weihnachten treffen sich etliche Golflegenden im Ritz-Carlton Golf Club und treten mit einem Familienmitglied an ihrer Seite in einem Team-Event an. Dauergast Bernhard Langer, der dieses Turnier schon vier Mal gewinnen konnte, wird dieses Jahr ausnahmsweise mal vermisst. Eine Knieoperation verhindert einen Start des amtierenden Charles-Schwab-Cup-Siegers. Die Dichte an großen Namen im Teilnehmerfeld kann sich aber trotz der Absage des deutschen Hall of Famers sehen lassen.

So gaben als letzte Familienpaarung Tiger Woods und Sohn Charlie ihren Start bekannt. Beide waren erstmals im vergangenen Jahr dabei und dieses Turnier war auch Woods‘ letzter Auftritt bei einem kompetitiven Wettbewerb. Nach einem Jahr Pause, in dem sich der 15-malige Major-Sieger unter anderem Operationen an seinem rechten Bein unterziehen musste, freut man sich in der ganzen Golfwelt auf das lang ersehnte Comeback. Die Schwere des Autounfalls im Februar warf durchaus die Frage auf, ob wir Woods jemals wieder auf dem Golfplatz sehen würden. Diese Rückkehr erfolgt nun an der Seite seines zwölfjährigen Sohns, der schon bei der vergangenen Ausgabe für etliche Highlight-Schläge sorgte.

Das beste Duo vor zwölf Monaten war aber die Familie Thomas. Justin (aktuelle Nummer sechs der Welt) und Mike (PGA Professional) gaben ihr Debüt und stürmten mit einem Gesamtergebnis von 25 unter Par zum Titel. Zweite wurden Vijay Singh und sein Sohn Qass. Beide Vater-Sohn-Paarungen geben sich auch in dieser Woche wieder die Ehre. Dazugesellen sind unter anderem John Daly mit Sohn John Daly II, Jim Furyk mit Sohn Tanner, Henrik Stenson mit Sohn Karl sowie Padraig Harrington mit Sohn Paddy. Der älteste Spieler im Feld ist Gary Player (85), der mit seinem Enkel Jordan antritt. Doch nicht nur männliche Teilnehmer bestücken das legendäre Feld von insgesamt 20 Teams. Mit Nelly Korda ist auch eine LPGA-Spielerin am Start. Die US-Amerikanerin holt sich ihren Vater Petr an die Seite. Gespielt wird über zwei Tage im Scramble-Format.

Die Deutschen im Einsatz:

  • Ladies European Tour, Qualifying School - Final Qualifier: Sophie Hausmann, Verena Gimmy, Luisa Dittrich, Helen Tamy Kreuzer, Leticia Ras-Anderica, Franziska Friedrich, Sarina Schmidt und Sophie Witt

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.

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