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Mental

Fünf Tipps für sehr schwere Bedingungen

Wie behaupten sich die besten Spieler der Welt bei Wind und Regen? Mental-Coach Justin Walsh gibt fünf Ratschläge für das Spiel bei sehr schwierigen Bedingungen.

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Mental-Coach Justin Walsh sagt: "Viele fragen mich, wie man sich auf diese extrem schwierigen Bedingungen am besten vorbereiten kann?" Denn wir wissen: Turnierrunden werden bei (fast) allen Bedingungen gespielt.

Anbei finden Sie fünf Punkte, die helfen, bei wirklich schlechten Bedingungen bestes Golf abzuliefern. 

1) Wie setzt man den richtigen Rahmen?
Gehen Sie mit der richtigen Einstellung an einen Tag, der sehr schwierige äußere Rahmenbedingungen bietet. Wenn es beispielsweise regnet und der Wind stark bläst. Viele Amateure gehen mit dieser Einstellung ans Tee: "Bei diesen Bedingungen kann ich nicht gut spielen. Keine Chance." Richtig wäre, die Situation als Herausforderung anzunehmen. Bei der British Open werden die besten Spieler mit Elan an die Sache heran gehen, denn Sie wissen, dass auch die Mitspieler mit den Unwägbarkeiten umgehen müssen. Sie freuen sich auf die Herausforderung, auch wenn Sie wissen, dass die Scores höher ausfallen werden.

2) Bauen Sie Vertrauen auf! Üben Sie Situationen, die Sie nicht mögen. 
James Hahn feierte seinen ersten Sieg auf der US PGA Tour bei der Northern Trust Open 2015. Er war ein No-Name über 30, der Sergio Garcia am Finaltag von der Spitze verdrängte. Als klar war, dass der Schlusstag ein Tanz im Regen werden würde, nahm Hahn die Herausforderung an. "Das ist Gottes Weg, die Straßen zu waschen", erklärte er den Medien und fügte an, dass er sich über den Regen freue. Der Grund? Er ist einer der Spieler, die viel Zeit auf der Range im Regen verbracht hatte, um sich genau auf solche Situationen vorzubereiten. Statt Bälle aus der überdachten Hütte zu schlagen, passte er sein Training an Regen und Wind an.

Was lernen wir daraus? Nur wer die Situation kennt, wird auch damit umgehen können. Im Bezug auf die Turnierrunde heißt das: Wie fühlt sich ein nasser Griff an? Was passiert beim Schlag aus dem nassen Rough? Wie viele Schläger muss man mehr nehmen, um die "normale" Weite zu erzielen? Was macht der Wind mit dem Ballflug und dem Schwung? Um all diese Fragen zu beantworten, muss man diese Situationen üben - auf der Driving Range und auf dem Platz.

3) Senken Sie Ihre Erwartungshaltung!
Wenn das Wetter schlecht ist, werden die Ergebnisse höher ausfallen. Nutzen Sie dieses Wissen. Sie können mehr Fehler machen und daher mit mehr Freiheit spielen. Sie müssen nicht Ihr bestes Ergebnis abliefern, um eine gute Leistung zu zeigen. Diese Einstellung setzt eine entspanntere Denkweise frei.  

4) Stellen Sie sich die schlimmsten Bedingungen vor und entwickeln Sie eine Strategie, damit umzugehen.
Indem Sie das machen, kann Sie nichts mehr schocken oder überraschen. Der Rekordschwimmer Micheal Phelps sagte einmal: "Es hilft, sich die schlimmen Sachen vorzustellen, denn dann weiß man, wie man damit umgehen wird. Es gibt mir Vertrauen, dass ich es schaffe." Als Beispiel: Stellen Sie sich vor, wie Sie trotz Wind und Regen ruhig bleiben und sich nicht darüber aufregen. Gehen Sie Ihre Routine durch. Stellen Sie sich vor, wie Sie den Bedingungen trotzen und sich auf die Runde freuen, statt zu jammern, dass es nur regnen wird. Stellen Sie sich vor, wie Sie Ihren "Game Plan" durchziehen und die Schläge spielen, die solche Situationen fordern.

5) Bleiben Sie im Selbstgespräch neutral.
Sie müssen nicht vor Freude sprühen, wenn das Wetter Mist ist. Aber bleiben Sie neutral und verzagen Sie nicht. Das kann bei schwierigen Bedingungen den Unterschied zwischen Erfolg oder Niederlage machen. Beispiel: "Es ist kalt und nass - aber das ist für alle gleich. Ich kann damit umgehen. Es bringt nichts, mich darüber aufzuregen. Die Bedingungen sind schwerer, als das normalerweise der Fall ist. Aber das geht für mich in Ordnung.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Freier Redakteur



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