Edel-Putter

Lieblingsschläger mit Feinschliff

Es gibt solche und solche Putter. Wir haben mit Single-Putt-Erfinder Daniel Tobler gesprochen und präsentieren einige edle Kurzspielwerkzeuge, die nicht ganz von der Stange kommen. 

21. September 2021

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"Ein guter Putter ist Face Balanced, hat eine gute Schwungbahn, kann optisch gut ausgerichtet werden und ist gefittet, also auf die Körpergrösse des Spielers angepasst", findet Daniel Tobler, der seit 31 Jahren die D.Tobler Präzisionsmechanik GmbH führt und bei seinen komplett in der Schweiz gefertigten Single-Puttern auf höchste Präzision, Kundenzufriedenheit und die patentierte 3D-Optik als Zielhilfe schwört. Der erfahrene Putter-Bauer fügt an, dass man bei seinen individuell anpassbaren Modellen (natürlich) auch Lie-Winkel auf Körpergrössen anpassen kann. "Und auch das Gewicht des Schlägers sollte auf den Spieler angepasst sein." Bei all den Neuerungen im Putter-Segment fehle es nach Toblers Meinung an Individualität. "Bei unserem Single-Putter können die Gewichte von 0 bis 130 Gramm selber gewählt werden. Man kann die Front schwerer machen oder außenseitig, hinten etc." Innovationen für den einzelnen Spieler sind seiner Meinung nach nur in den kleineren Stückzahlen möglich. "Bei einer Seriengrösse von 500.000 Stück kann man weniger auf Einzelne eingehen." Auch in Sachen Nachhaltigkeit dürfe man sich da nichts vormachen. "Auch hier können wir einen kleinen Beitrag zur Umwelt leisten."

Die Suche nach dem perfekten Putter

Unter Beachtung von ein paar Basics können Sie die größten Fehler beim Putter-Kauf vermeiden. Zuerst müssen Sie - nach Meinung von Experten - herausfinden, über was für einen (natürlichen) Putt-Schwung Sie verfügen. Heruntergebrochen gibt es drei Putt-Schwünge. Die gerade Bewegung, leichter und starker Radius. Je nach Schwung sollte der Putter entsprechend gewählt werden. Ein Modell mit starkem Toe Hang arbeitet beispielsweise einer eher geraden Bewegung entgegen, während ein Face-Balanced-Modell einem Schwung mit starkem Radius widerspricht. Pendeln Sie dazu am besten mit geschlossenen Augen in Ihrer normalen Ansprechposition. Lassen Sie sich dabei von einem Freund beobachten, der die Bewegung kategorisieren soll. Den Toe Hang eines Putters können Sie in wenigen Sekunden ermitteln - das geht auch direkt vor Ort im Golf-Shop. Legen Sie den Schaft des Putters auf einen Finger und suchen Sie den Punkt, an dem der Putter ausbalanciert ist und der Schaft parallel zum Boden zeigt. An der Stellung des Schlägerkopfs können Sie nun den Toe Hang abschätzen und die Suche eingrenzen.

Nachdem die Wahl zwischen Toe Hang oder Face Balanced nur ein Kriterium bei der Auswahl eines Putters ist - Form, Gewicht, Länge und Griff spielen eine mindestens ebenso große Rolle - sollten Sie sich am besten in fachkundige Hände begeben, wollen Sie den perfekten Putter für Ihren Schwung finden. Vergessen Sie dabei nicht: Der falsche Putter schränkt Sie auf dem Platz ein und kostet Sie auf jeder Runde wertvolle Schläge. Single-Putt-Chef Tobler merkt an: "Meiner Meinung nach sollten alle Spieler nach ihren Bedürfnissen den Putter auswählen und dann vielleicht mal ein bis zwei Runden spielen. Noch ein, zwei Übungen auf dem Grün machen und herausfinden, ob einem der Schläger in der Hand liegt, er eine Ausgewogenheit hat, die sich leicht anfühlt, und ein Treffmoment hat, das auch zu guten Resultaten führt." Ganz wichtig: Haben Sie ein gutes Gefühl und Freude am eigenen Putter!

In der Folge präsentieren wir Ihnen eine kleine Auswahl edler Modelle von Single-Putt, Kramski, Caledonia, Scotty Cameron, Honma, PXG, Evnroll… 

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de I myGOLF

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