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LIV Golf bei den Damen

Planung neuer Damen-Serie

Die Veranstalter der LIV Golf Invitational Series beschäftigen sich mit der Gründung einer Turnierserie bei den Damen, die ähnlich wie die heiß diskutierte Premieren-Turnierreihe bei den Herren ausfallen könnte.

15. Juli 2022

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Die LIV Golf Series plant laut jüngsten Medienberichten einen Ausbau ihrer Turnierserie, die jüngst bei den Herren ihre Premierensaison erlebte. Die von einem saudi-arabischen Staatsfond finanziell unterstützte Veranstaltungsreihe soll gemäß ihres Geschäftsführers Greg Norman offenbar bald auch im Damenbereich ein vergleichbares Pendant planen. "Wir haben es intern diskutiert, die Gelegenheit ist da", sagte Norman gegenüber dem US-Medium Palm Beach Post im Rahmen eines Interviews in der LIV Golf-Zentrale in Florida. /""

Demnach soll man hierzu bereits in Gesprächen mit prominenten Aushängeschildern des internationalen Damengolfs gestanden haben. Dabei stieß man dem ehemaligen Golfprofi zufolge auf eine positive Resonanz, was die Installation eines ähnliches Austragungsmodells wie bei der LIV Golf Invitational Series der Herren anbelangt.

"Damengolf nicht ruinieren"

Bereits 2021 wurde eine Damen-Turnierserie gegründet, die ihre Geldgeber im saudi-arabischen Umfeld hält: nämlich die Aramco Team Series, die im Rahmen der Ladies European Tour (LET) in fünf unterschiedlichen Destinationen auf drei Kontinenten in einem speziellen Modus ausgetragen wird. Viele Stars nahmen daran teil, darunter die US-amerikanischen Major-Siegerinnen Lexi Thompson, Jessica und Nelly Korda oder aber auch deutsche Top-Spielerinnen um Sophia Popov. Der Namensgeber, ein saudi-arabisches Energie- und Chemieunternehmen, arbeitet dabei mit der LET zusammen.

Die siebenmalige Major-Siegerin Karrie Webb, zeigte sich gegenüber dem US-Medium Golfweek, besorgt über das Ansinnen von Norman, das ihrer Meinung nach Us-amerikanische die LPGA Tour bedrohen könnte. "Ich weiß, dass er diese Vendetta gegen die PGA Tour hatte, solange ich ihn kenne. Ich glaube also nicht, dass sich etwas an ihm ändern wird. Ich möchte ihn nur bitten, dass er in seinem Ehrgeiz erfolgreich zu sein, das Damengolf dabei nicht ruiniert."

Nelly Korda 2021 bei einem Turnier der Aramco Team Series in New York (photo by Tristan Jones / LET)

Kritik und Sanktionen

Im Unterschied zu den meisten Turnieren auf der PGA Tour und der europäischen DP World Tour wird bei der LIV Golf Invitational Series ein anderer Modus gespielt. Die acht Veranstaltungen auf drei verschiedenen Kontinenten dauern unter anderem nur drei Tage anstatt vier und es gibt keinen Cut. Zudem sind die Antrittsgagen sowie die Preisgelder für die Platzierungen der Spieler gegenüber anderen Touren verhältnismäßig hoch.

Aufgrund der angespannten Menschenrechtslage in Saudi-Arabien ist die Serie öffentlich in die Kritik geraten. Zudem hatte es von der PGA Tour und von der DP World Tour Sanktionen gegenüber Spielern gehagelt, die zuletzt an einem der beiden bisherigen LIV Golf-Turnieren in London und in Portland teilgenommen hatten.

Robert M. Frank

Robert M. Frank
Leitender Redakteur

Nach abgeschlossenem Sportwissenschaft-Studium an der TU München ab 2008 als freier Autor/Reporter/Sportjournalist für Online-Portale, Tageszeitungen, Zeitschriften und Agenturen tätig. Der gebürtige Münchner, Jahrgang 1981, stieß 2018 zum Redaktionsteam hinzu und ist seit März 2022 Leitender Redakteur bei myGOLF.de. Golferische Heimat: Gut Rieden in Starnberg



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