Buntes

Die Stars und ihre Kids

Kinder sind das Größte - das weiß auch Papa Danny Willett.

06. September 2020

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McIlroy und Co. - das sind die Söhne und Töchter der Golfer.

"Gebt den Kindern das Kommando....!" Das hat Herbert Grönemeyer einmal gesungen. Lang ist's her. Das Thema Kinder ist im Zirkus Golf aber vielleicht aktueller denn je. Warum? Rory McIlroys Fotos gingen um die Welt. Töchterchen Poppy Kennedy hat das Licht der Welt erblickt. Und während sich die Journalisten dieser Welt schon fragen, ob wir bald einen anderen Rory auf dem Platz sehen werden, hat die mygolf-Redaktion mal gestöbert, welche Stars denn schon Mama oder Papa sind.

Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen. Mitreden kann aber eigentlich nur, wer selbst Kinder hat. Klar, das Leben ändert sich. Kinder machen nicht alles, aber irgendwie doch vieles anders. Die Verantwortung, die schlaflosen Nächte, die Kosten. Das Statistische Bundesamt hat einmal errechnet, dass ein Kind bis zum 18. Lebensjahr rund 125.000 bis 150.000 Euro kostet. Das sind die nackten Zahlen. Dürfte für die McIlroys gut bezahlbar sein. Natürlich bereiten Kinder einem nicht nur Sorgen, sondern machen auch Spaß und Freude. Man muss es nur zulassen.

Kinder sind die Zukunft. Klingt abgedroschen und kostet eigentlich fünf Euro fürs Phrasenschwein. Ist aber so. Wenn Mama und Papa älter werden, wachsen die Sprösslinge heran. Bis Poppy McIlroy den Führerschein macht, dauert es zwar noch eine Weile, zum ersten Mal einen Golfschläger in der Hand halten wird die kleine Maus aber wohl vermutlich eher. Die Zeit vergeht schnell. So ist das Leben.

Fördern und fordern, das ist die Devise im Zusammenleben mit Kindern. Englands Golf-Star Ian Poulter hat einmal in einem Interview gesagt, dass er seinen Sohn Luke bei internen Spielchen - egal welcher Art - nie absichtlich gewinnen lasse. Der Filius solle Ehrgeiz entwickeln und so lange rackern, bis er den Papa wirklich in die Knie zwingt. Die Einen sehen das so, die Anderen so. Über die richtige Erziehung der eigenen Kinder ließe sich ewig diskutieren. Jeder macht es eben so, wie er (oder sie) es für richtig hält. Methoden gibt es Tausende.

Golf ist in Sachen "Eltern und ihre Kinder" doch recht speziell. Manchmal erlebt man Töchter und Söhne auf dem Fairway, die gar nicht wollen, dass Mama und Papa mitstiefeln. Da fühlen sie sich nur unter Druck. In anderen Fällen sind die Eltern aber wieder Unterstützer, Helfer und doch nur die größten Fans ihrer Kids. Logisch. Da gilt es, ein gesundes Maß zu finden – und den Bogen nicht zu überspannen. Helikopter, Sie wissen schon.

Fest steht, dass Golf ein großartiger Sport ist für Kinder. Das hat der Bruder des Sängers Herbert Grönemeyer, Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, vor Jahren bei einem offiziellen Termin des DGV behauptet. Der Mediziner sagte damals: "In Korea, Finnland und Schweden schneiden die Kinder in der Schule viel besser ab – und dort gehört Golf zum Schulsportprogramm. Denn sie lernen im Golfsport, bestimmte Areale des Gehirns auszublenden und sich auf das Wesentliche - in diesem Fall das Loch - zu konzentrieren."

Wahre Worte. Golf als Sport ist gut für Kinder. In diesen Zeiten, in denen es überall von Smartphones oder Konsolen blinkt und klingelt, sowieso. Eines ist aber auch unbestritten: Das Größte sind die Kinder selbst. Wer bei der Geburt seines eigenen Sohnes oder seiner eigenen Tochter dabei war, der weiß, dass es nichts Höheres gibt. Zuletzt durfte das Rory McIlroy erleben, der jetzt auch unter die Papas der Golfstars gegangen ist. Jetzt hat erst mal Poppy (Foto oben: Twitter) das Kommando.

Thomas Kirmaier

Thomas Kirmaier
Freier Redakteur

Früher Eishockey, jetzt Golf. Arbeitet als freier Redakteur. Golferische Homebase: Bad Griesbach.

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