Angeklagt

USGA-Mitarbeiter veruntreut 23.000 US-Open-Tickets

Ein ehemaliger USGA-Mitarbeiter wird angeklagt wegen Veruntreuung von mehr als 23.000 US-Open-Tickets im Wert von drei Millionen Dollar.

23. August 2021

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Der ehemalige Angestellte der United States Golf Association (USGA) Robert Fryer, 39, aus Perkasie wurde jüngst wegen Veruntreuung von Geldern im Zusammenhang mit dem unerlaubten Verkauf von Eintrittskarten für die US Open Championship angeklagt. 

In einer Erklärung des Justizministeriums gab die amtierende Staatsanwältin der Vereinigten Staaten, Jennifer Arbittier Williams, bekannt, Fryers Vergehen stünden im Zusammenhang mit einem Komplott, das darauf abzielte, betrügerische Einnahmen aus den Eintrittskarten für die US Open im Wert von über drei Millionen Dollar zu veruntreuen und in die eigene Tasche zu stecken. 

Laut CNN werfen die Behörden Fryer vor, zwischen 2013 und 2019 mehr als 23.000 Eintrittskarten gestohlen zu haben - natürlich ohne Zustimmung der USGA. Die besagten Tickets wurden angeblich an dritte Ticketbroker zum Preis von mehr als einer Million Dollar verkauft. 

Die Zahlungen an Fryer erfolgten in Form von Bargeld und durch PayPal-Überweisungen. Die Makler kauften die Karten in großen Mengen und verkauften sie dann an ihre Kunden weiter. Gemäß den USGA-Richtlinien ist der Verkauf von Eintrittskarten auf eine strikte Obergrenze von 20 Karten pro Käufer beschränkt. 

Angeblich lieferte Fryers die Tickets per Federal Express oder UPS und übergab sie sogar persönlich an seine direkten Käufer. Ein Ticketmakler soll regelmäßig E-Mails mit Fryer ausgetauscht haben, um vorausbezahlte UPS-Versandetiketten zu verschicken, die beim Versand der Tickets verwendet werden sollten.

Der Fall, der vom FBI untersucht wurde, wird von Staatsanwalt Michael S. Lowe verfolgt. Bradley S. Benavides, amtierender Special Agent der FBI-Abteilung Philadelphia, sagte: "Betrug ist einfach nicht die Lösung, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Gehaltsscheck nicht den Anforderungen entspricht. Das FBI nimmt Vorwürfe der Veruntreuung und des Betrugs ernst und wird gegen jeden ermitteln, der sich an dieser Art von kriminellem Verhalten beteiligt."

Sollte Fryer für seine Anschuldigungen verurteilt werden, drohe ihm eine Höchststrafe von bis zu 300 Jahren Gefängnis, drei Jahren überwachten Freigangs und eine Geldstrafe von 3.750.000 Dollar. Darüber hinaus muss er eine Sonderveranlagung in Höhe von 1.500 Dollar zahlen. Etwaige Gewinne, die er aus dem Verkauf der Eintrittskarten erzielt hat, könnten ebenfalls einbehalten werden und er muss eine Entschädigung an die USGA zahlen.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de I myGOLF

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