Regeln

Amateurstatus überarbeitet

R&A und USGA veröffentlichen neue Regelung zum Amateurstatus - ein paar Einschränkungen fallen weg.

27. Oktober 2021

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Die neuen Golfregeln für den Amateurstatus wurden jüngst von R&A und USGA veröffentlicht, bevor sie am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Dies ist der aktuellste Schritt der beiden Verbände, um die Regeln leichter verständlich und anwendbar zu machen, und folgt auf den Modernisierungsprozess der Golfregeln im Jahr 2019.

Die neuen Regeln wurden auf der Grundlage von Rückmeldungen von Golfern und der Golfindustrie im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung erstellt, um sicherzustellen, dass sie auch weiterhin die Art und Weise widerspiegeln, wie das moderne Spiel von Millionen von Golfern auf der ganzen Welt gespielt wird. Diese Überprüfung sowie die weltweiten Rückmeldungen, die bei der Veröffentlichung der Vorschläge Anfang des Jahres eingingen, bestätigten die wichtige Stellung des Amateurgolfs im Spiel und den Wert der Beibehaltung der Regeln mit Amateurstatus.

Das Ergebnis ist ein Regelwerk, das viele der Beschränkungen aufhebt, die zuvor für Amateurgolfer galten, und gleichzeitig sicherstellt, dass die Integrität des Spiels geschützt wird, indem die Form und der Wert der Preise, die ein Amateurgolfer annehmen kann, begrenzt werden.

Als Teil der Modernisierungsbemühungen werden in den neuen Regeln nur die folgenden Handlungen genannt, die zum Verlust des Amateurstatus eines Golfspielers führen:

  • Die Annahme eines Preises, dessen Wert das Preislimit (1.000 Dollar/700 Pfund) übersteigt, oder die Annahme von Preisgeldern in einem Handicap-Wettbewerb.
  • Als Profi zu spielen.
  • Annahme einer Vergütung für die Erteilung von Unterricht (obwohl alle derzeitigen Ausnahmen weiterhin gelten, wie z.B. Coaching an Bildungseinrichtungen und Unterstützung bei genehmigten Programmen).
  • Annahme einer Beschäftigung als Golfclub-Professional oder Mitgliedschaft in einer Vereinigung von Profigolfern

Um diesen vereinfachten Ansatz zu erreichen, wurden die folgenden wesentlichen Änderungen eingeführt:

  • Unterscheidung zwischen Scratch- und Handicap-Wettbewerben in Bezug auf die Preise, die angenommen werden können.
  • Die Preisregel gilt nur für "Tee-to-Hole"-Wettbewerbe, die auf einem Golfplatz oder einem Simulator gespielt werden, aber nicht mehr für Long-Drive-, Putting- und Geschicklichkeitswettbewerbe, die nicht im Rahmen eines Abschlag-zu-Loch-Wettbewerbs gespielt werden.
  • Abschaffung aller Werbe-, Kosten- und Sponsoringbeschränkungen.

Die neuen Möglichkeiten, die sich durch die Aufhebung der Sponsoring-Beschränkungen und die Möglichkeit der Annahme von Preisgeldern bis zur erhöhten Grenze von 1.000 Dollar bzw. 700 Pfund bei reinen Scratch-Wettbewerben ergeben, werden für Elite-Amateurgolfer, die nach Möglichkeiten zur Finanzierung golfbezogener Ausgaben suchen, von großem Nutzen sein.

"Golf ist einzigartig in seiner breiten Anziehungskraft sowohl für Freizeit- als auch für Wettkampfspieler", sagte Craig Winter, USGA Senior Director, Rules of Golf and Amateur Status. "Dies wurde in den Rückmeldungen, die wir Anfang des Jahres erhalten haben, hervorgehoben, und wir glauben, dass diese Aktualisierungen dazu beitragen werden, die Regeln zu vereinfachen und die langfristige Gesundheit des Amateurspiels zu gewährleisten, nicht nur für diejenigen, die auf dem höchsten Niveau des Amateurgolfs konkurrieren, sondern auch für die Millionen von Golfern jeden Alters und jeder Spielstärke, die sich an Wettkämpfen auf ihren Heimplätzen erfreuen."

Grant Moir, Director of Rules bei der R&A, sagte: "Wir freuen uns, dass wir heute die modernisierten Regeln für den Amateurstatus einführen können. Diese Regeln spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der Integrität unseres selbstregulierenden Sports, aber der Kodex muss sich weiterentwickeln, um den Anforderungen des modernen Spiels gerecht zu werden. Dies ist besonders wichtig für den modernen Elite-Amateurgolfsport, bei dem viele Spieler finanzielle Unterstützung benötigen, um an Wettkämpfen teilnehmen und ihr volles Potenzial entfalten zu können. Die neuen Regeln geben ihnen diese Möglichkeit und werden dazu beitragen, das Spiel noch integrativer zu gestalten.

Die neuen Regeln werden von Leitfäden, einem Übersichtsdokument und Erläuterungen begleitet, in denen die Gründe für die vorgenommenen Änderungen und in einigen Fällen für die Beibehaltung der Regeln ausführlich erläutert werden.

Mehr Infos auf den offiziellen Seiten: 

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de I myGOLF

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