Xander Schauffele

Papas Stolz

Xander Schauffele gewinnt die olympische Goldmedaille nicht nur für sein Land - sondern auch für seinen Vater. Eine Karriere in Bildern.

02. August 2021

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Stefan Schauffele war Anfang der 80er-Jahre ein hoffnungsvoller Nachwuchsleichtathlet, musste seine Sportkarriere jedoch früh an den Nagel hängen. Die Ursache war ein schwerer Unfall, bei dem ihn ein betrunkener Autofahrer rammte und der ihm das Sehvermögen auf dem linken Auge kostete. Nach langer Zeit im Krankenhaus, sechs Operationen und der Erkenntnis, die eigenen Olympiaträume begraben zu müssen, suchte Stefan nach einem neuen Lebensinhalt. Er ging zum Studium in die USA, lernte dort 1988 seine spätere Frau Ping Yi, eine Studentin mit japanisch-taiwanesischer Herkunft, kennen und steckte sich unheilbar mit dem Golfvirus an. 33 Jahre später hielt der Vater von zwei Söhnen dann doch endlich eine goldene Olympia-Medaille in den Händen - Sohn Xander sei Dank.

Seit dem 13. Lebensjahr wird Xander von seinem Papa trainiert. Das Dream-Team feierte bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio ihren bislang größten Erfolg. Xander hätte auch für Deutschland antreten können, besitzt doch auch sein Vater die deutsche Staatsbürgerschaft.

Seine golferischen Leistungen in den vergangenen Jahren reichten jedoch aus, um auch als einer der besten US-Amerikaner den Traum von Olympia zu erfüllen. Und zwar nicht nur seinen eigenen. Sondern auch den seines Vaters, der sich die Woche in Tokio natürlich nicht hat nehmen lassen und den Erfolg an der Seite seines Sohnes bejubeln durfte. Stefan in diesem Moment als stolzen Papa zu bezeichnen, wäre eine Riesenuntertreibung. Doch stolz konnte er auch schon so auf seinen Goldjungen sein. Xanders Karriere verläuft seit Jahren steil bergauf.

Wir blicken genauer auf den Werdegang des frisch gekürten Olympia-Siegers:

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg, schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.

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