Phil Mickelson

Mickelson kritisiert Driver-Regelung

Phil Mickelson spricht sich deutlich gegen die geplante Reglementierung von Driver-Schaftlängen aus. 

15. Oktober 2021

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Die höchsten Gremien des Golfsports haben von Phil Mickelson abermals heftige Widerworte hinsichtlich der anvisierten Reglementierung von Driver-Schaftlängen erfahren. "Das ist erbärmlich", ließ der sechsmalige Major-Champion zuletzt seiner Meinung auf seinem Twitter-Account freien Lauf. "Dumm ist, wer Dummes tut", twitterte sich Mickelson in seinem aktuellsten Post nun weiter in Rage. /

Die harsche Kritik des 51-Jährigen war in Richtung des Vorhabens der R&A und US Golf Association gerichtet, wonach Driver mit einer Schaftlänge von mehr als 46 Zoll ab dem 1. Januar bei professionellen Wettbewerben im Wesentlichen verboten werden sollen. Die Pläne waren einst im Februar 2021 aufgekommen, nachdem Longhitter Bryson DeChambeau vor dem Masters in Erwägung gezogen hatte, auf einen 48-Zoll-Driver zu wechseln."Es ist nur eine Idee, das eigentliche Problem anzugehen. Es dient lediglich dazu, andere Dinge zu ändern, die dem Spiel viel Spaß nehmen und das eigentliche Problem nicht wirklich lösen", ließ der Lefty über ein Video verlauten.

Kontroverse Debatte

Prominente Unterstützung erhielt Mickelson bei seiner Kritik jüngst beim CJ Cup in Las Vegas unter anderem von Landsmann Justin Thomas. "Die Tatsache, dass man nur wenige Spieler mit einem langen Driver sieht, spricht meiner Meinung nach für sich, dass es nicht wirklich ein großer Vorteil ist", sagte der 28-jährige US-Amerikaner. 

Rory McIlroy blies indes nicht ganz ins gleiche Horn wie die beiden US-Stars und argumentierte differenzierter. "Es könnte in Zukunft einen Unterschied machen", sagte McIlroy gegenüber dem Golf Channel, als er nach der Regel gefragt wurde. "Ich denke, der Trend ist da, dass Spieler zu längeren Schlägern greifen und sie benutzen. Wenn dies eine Art Grenze setzt, denke ich, dass es nur eine vorbeugende Maßnahme für die Zukunft ist", sagte McIlroy. Collin Morikawa machte sich indes keine Sorgen über große Veränderungen ob der geplanten Regeländerung. "Es wird meine Driver-Spezifikationen nicht ändern. Und ich glaube nicht, dass es die Driver-Wahl vieler anderer Spieler ändern wird", sagte der aktuelle Weltranglistendritte.

USGA antwortet auf Kritik

Während es die USGA in der Vergangenheit stets abgelehnt hatte, auf Mickelsons kritische Kommentare zu dieser Thematik zu antworten, sah sich Thomas Pagel, Senior Managing Director of Governance der USGA, diesmal jedoch zu einer Antwort genötigt Pagel erklärte gegenüber dem Golf Channel, dass die lokal angedachte Regelung Freizeitgolfer nicht betreffen würde, da sie nur für die Top-Amateure gelten soll. Pagel erwarte zudem auch nur minimale Auswirkungen auf die Profis. In diesem Zusammenhang zitierte er Daten, die ergaben, dass nur drei Prozent der professionellen Golfer Driver mit Schaftlängen über 46 Zoll verwenden oder in der Vergangenheit verwendet haben. Aus den Reihen der bekanntesten Spieler gehört neben Mickelson und DeChambeau auch Dylan Frittelli.

Während die LPGA die lokale Regel laut eines Beitrags von Golfweek "irgendwann nach der Saison 2021" in die Praxis umsetzen wolle, teilte die PGA Tour in ihrer jüngsten Erklärung mit, dass die neue lokale Regel bezüglich der Schaftlängen-Begrenzung von Drivern zum 1. Januar 2022 zum ersten Mal in Kraft treten soll.

Robert M. Frank

Robert M. Frank
Freier Redakteur

Nach abgeschlossenem Sportwissenschaft-Studium an der TU München ab 2008 als freier Autor/Reporter/Sportjournalist für Online-Portale, Tageszeitungen, Zeitschriften und Agenturen tätig. Der gebürtige Münchner, Jahrgang 1981, stieß 2018 zum Redaktionsteam hinzu. Golferische Heimat: Gut Rieden in Starnberg

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