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DeChambeau muss operiert werden

Aufgrund einer Verletzung an seiner linken Hand muss sich Bryson DeChambeau in der wichtigsten Phase der Saison einer Operation unterziehen.

14. April 2022

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2022 entwickelt sich für Bryson DeChambeau immer mehr zu einem Jahr zum Vergessen. Verletzungen an Hüfte und Hand schränkten den ehemaligen US-Open-Champion enorm ein, weswegen er in diesem Jahr erst sechs Turniere spielen konnte. Seine beste Platzierung war ein geteilter 25. Rang beim Tournament of Champions. Drei Mal verpasste er den Cut. Einmal musste er verletzungsbedingt aufgeben.

Die Hüftprobleme schleppt DeChambeau schon seit zwei Jahren mit sich rum. Ein Teilabriss des Hüftlabrums bereite ihm hier schon länger Probleme. Weitaus dramatischer scheint aber seine Verletzung an der linken Hand zu sein. Diese Leidensgeschichte begann Ende letzten Jahres und verschlimmerte sich, als er im Zuge des Saudi International beim Tischtennisspielen ausrutschte. Dieser Unfall ereignete sich im Februar. Seitdem legte DeChambeau alles darauf aus, beim Masters vor einer Woche anzutreten. Entgegen dem ärztlichen Rat, seine Hand lieber weiter zu schonen, trat der 28-Jährige beim ersten Major des Jahres an und verpasste den Cut deutlich.

Inmitten der Major-Saison

Die Rechnung scheint er nun zu zahlen. "Bryson wird sich einer Operation am Hakenbein [einer der acht Handwurzelknochen, Anm. d. Red.] seiner linken Hand unterziehen", bestätigte DeChambeaus Agent Brett Falkoff bei Sports Illustrated. "Wir freuen uns auf einen reibungslosen Genesungs- und Rehabilitationsprozess. Bryson freut sich darauf, zurückzukehren, sobald er die Freigabe dafür erhalten hat." Wie lange DeChambeau in etwa ausfallen wird, ist reine Spekulation. Jedoch erscheint es sehr wahrscheinlich, dass er die PGA Championship im Mai verpassen wird. Und auch für die Majors drei und vier, die im Juni (US Open) beziehungsweise Juli (Open Championship) stattfinden, könnte es eng werden.

Ein Event, das DeChambeau sicher verpasst, ist die Professional Long Drive Championship in dieser Woche. Der Longhitter, der seine Abschläge in der vergangenen PGA-Tour-Saison im Durchschnitt 296 Meter weit haute, beendete die vergangene Ausgabe des Hau-Drauf-Wettbewerbs auf dem siebten Rang - mit einem Bestwert von 371 Metern. "Ich habe definitiv Lust, wiederzukommen", sagte er damals. Diesem Wunsch kam nun diese hartnäckige Verletzung in die Quere.

"Offensichtlich ist es nicht gut"

"Er wird am Donnerstag operiert werden", sagte Bobby Peterson, einer der Hauptverantwortlichen für die Long Drive Championship in Florida. "Es ist sehr bedauerlich für ihn. Ich ärgere mich, dass er nicht an der Veranstaltung teilnehmen kann. Aber ich ärgere mich mehr für ihn. Offensichtlich ist es nicht gut, sonst würde er das [die Operation, Anm. d. Red.] nicht tun. Ich weiß, dass er versucht hat, es zu vermeiden, aber ich schätze, er hatte das Gefühl, dass es etwas war, das er tun musste." Scheint so, als müssten wir eine ganze Weile ohne die aktuelle Nummer 19 der Welt auskommen. Und beim nächsten Mal wird DeChambeau vermutlich nicht mehr den Rat seiner Ärzte ignorieren.

Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.



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