Open Championship

Trotz Triple-Bogey Top Ten

Marcel Siem hält sich trotz eines Patzers am Moving Day der 149. Open Championship im vorderen Bereich, Matthias Schmid im Mittelfeld.

17. Juli 2021

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"Die Fairways waren aufgrund von relativ viel Regen ziemlich soft und somit waren die ersten beiden Tage ganz gute Scores drin", kommentierte Marcel Siem die Bedingungen bei der 149. Open Championship und seinen beiden 67er Runden, die ihn nach Halbzeit auf Rang sieben brachten. "Es wird die nächsten Tage härter werden und auch bei den Fahnenpositionen ist noch Luft nach oben."

Zwar gab es bei der 149. Auflage des ältesten Majors recht wenig ganz krasse Ausreißer nach oben, aber auch so richtig tiefe Runden sollten insbesondere am Moving Day eher selten sein. Die Top-Platzierten kamen nicht wirklich viel weiter runter und das Feld rückte eher ein wenig zusammen. 

Marcel Siem begann den Moving Day mit neun Pars und einem Birdie von Loch 10. An der 14 musste der gerade 41 gewordene Rheinländer dann eine Acht notieren - Triple-Bogey am Par 5. Aber nicht, dass ihn der Tiefschlag aus dem Konzept gebracht hätte. Er glich mit Birdies an den Löchern 16 und 18 aus und konnte sich mit einer 70er Par-Runde in den Top Ten halten.

Moving Day bringt wenig Veränderung 

Louis Oosthuizen geht mit einem Zähler Vorsprung bei zwölf unter Par nach einer 69 als Führender in die Finalrunde, gefolgt von Collin Morikawa (68, -11), Jordan Spieth (69, -9) und den Vierten Corey Conners (66, -8) und Scottie Scheffler (69, -8). Jon Rahm teilt Rang sechs nach einer 68 bei -7.

"Zweiter zu werden ist nicht großartig, also werde ich morgen mein Herz ausschütten und sehen, ob ich den Claret Jug wieder stemmen kann", sagte Oosthuizen, der bei denletzten beiden Majors dieses Jahr Zweiter wurde. "Ich werde versuchen, nichts Dummes zu tun. Aber wenn es die Möglichkeit gibt, aggressiver zu sein werde ich es tun."

Matthias Schmid hatte als zweiter Deutscher den Cut überstanden. Das war eine wahre Sensation. Nicht, dass es bei dem Talent überraschend kam. Aber als Amateur hatte er mit einer 65 die unübertroffen beste Runde aller Zeiten bei einer Open geschafft. Und war mit -1 ins Hauptfeld gelangt. Diesen Score konnte der zweimalige Europameister und Open-Teilnehmer von Royal Portrush (MC) auch fast halten. Eine 71 kam ganz solide mit einem frühen Birdie und Doppel-Bogey und einem späten Birdie und Bogey zustande. Er geht als 44. in die Finalrunde.

Kaymer und Schneider scheitern

Bei Martin Kaymer sollte es nach einem harten Kampf am Ende um einen Schlag nicht reichen. Der zweimalige Major-Sieger ließ auf 74 Zähler eine 68 folgen und verpasste bei plus zwei den Cut. Marcel Schneider verpasste den Cut bei insgesamt neun über Par mit einer 76er Runde.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de I myGOLF

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