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PGA Tour

Man hält zusammen

Auf der PGA Tour wird ein "Players Meeting" anberaumt, bei dem niemand geringeres als Tiger Woods anwesend ist. Ist das der Trumpf, den die PGA Tour im Kampf gegen LIV Golf benötigt?

18. August 2022

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Es ist ordentlich Druck auf dem Kessel. Seit Monaten verlassen namhafte Major-Sieger die PGA Tour in Richtung LIV Golf Series und schwächen damit die einst unantastbare Tour. Nach Beendigung der FedExCup-Playoffs - in dieser Woche findet mit der BMW Championship das vorletzte Event statt - werden weitere Abgänge befürchtet. Diesem Trend möchte die PGA Tour natürlich entgegenwirken. Zu ihrem Glück scheint die Allianz noch groß und stark genug zu sein, um sich gegen die finanzstarke Saudi-Tour, initiiert von Greg Norman, zu wehren. Einige Maßnahmen haben die Verantwortlichen um PGA-Tour-Chef Jay Monahan ohnehin schon getroffen. Für nächste Saison wurden einige Änderungen bereits beschlossen - unter anderem wurde ordentlich an der Preisgeldschraube gedreht.

Da man finanziell jedoch ohnehin nicht mit den Milliarden aus Saudi-Arabien mithalten kann, muss die PGA Tour mit anderen Trümpfen punkten. Wie zum Beispiel beim jüngst einberufenen "Player-only"-Meeting. Dies wurde im Vorfeld der BMW Championship in Delaware abgehalten und neben den üblichen Redensführern auf der Tour, wie Rory McIlroy und Justin Thomas, erhielt das Treffen prominenten Zuwachs. Aus Florida machte sich Tiger Woods auf den Weg in den Wilmington Country Club, um bei dem Meeting persönlich anwesend zu sein. Und seine Anwesenheit machte Eindruck: "Es ist ziemlich offensichtlich, dass jedes Mal, wenn wir einen Raum betreten, ein Alphamännchen da ist, und das bin nicht ich", so McIlroy. "Es ist beeindruckend, und ich denke, es zeigt, wie sehr ihm die Tour am Herzen liegt."

Die PGA Tour kann also offensichtlich auf den Trumpf Tiger Woods setzen. Der 15-malige Major-Sieger hatte selbst ein Angebot von Norman vorliegen. Bis zu einer Milliarde US-Dollar hätte er für seinen Wechsel verdienen können. Doch Woods lehnte ab und steht voll und ganz hinter der Tour, die ihn großmachte. "Ich glaube, er ist gekommen, weil es ihm sehr wichtig war", sagte Thomas über Woods‘ Meeting-Teilnahme. "Wahrscheinlich hielt er es nicht für angemessen, dies über Zoom zu tun oder einfach anzurufen. Ich denke, es zeigt, wie leidenschaftlich er sich für den Golfsport einsetzt, ihn verbessern will und den Weg für die nächste Generation junger Spieler ebnen will, die den Weg nach draußen finden sollen."

Was genau beim Players Meeting letztlich besprochen wurde, blieb hinter verschlossenen Türen. Jedoch sei laut McIlroy eine Sache klargeworden: "Ich denke, was dabei herauskam, und ich glaube, das war das Ziel, ist, dass alle Top-Spieler auf dieser Tour sich einig sind und sich einig sind, wohin wir in Zukunft gehen sollten, und das war großartig." Möchte man den Worten des 33-jährigen Nordiren glauben schenken, so scheint zumindest ein gewisser PGA-Tour-Kern an einem Strang ziehen zu wollen, um ihre Heimattour nicht weiter ausbluten zu lassen. Um dies zu schaffen, sprach McIlroy zumindest einen Ansatz an, der beim Meeting besprochen wurde: "Wir müssen die Spitzenleute öfter zusammenbringen, als wir das tun. Ich meine damit, dass alle in denselben Turnieren, in denselben Wochen zusammenkommen sollten." Wie so oft in schwierigen Zeiten, heißt es also auch hier: Nur zusammen ist man stärker - erst recht, wenn man "Alphamännchen" Tiger Woods in den eigenen Reihen hat.

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Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.

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