Austrian Golf Open

Ein Ende in Sicht

Das Finale der Austrian Golf Open verspricht Spannung mit deutscher Beteiligung. Martin Kaymer geht als geteilter Führender in den Schlusstag.

17. April 2021

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Die einen warten schon seit sieben Jahren auf einen weiteren Titel in ihrer Sammlung. Die anderen haben noch nie auf der European Tour gewonnen. Bei der Austrian Golf Open in Atzenbrugg deutet nach drei gespielten Runden vieles auf das Ende zumindest einer dieser Negativserien. Denn mit Alejandro Canizares und Martin Kaymer teilen zwei Spieler die Führung bei neun unter Par, die zuletzt 2014 ein Profiturnier gewinnen konnten. Und mit Maximilian Kieffer folgt ein weiterer Deutscher auf Rang drei, der noch auf seinen großen Durchbruch auf der European Tour wartet. Aber der Reihe nach:

Der Spanier Canizares ging als Führender in den Samstag und konnte seinen Vorsprung auf den ersten sechs Löchern des Diamond Country Clubs ausbauen. Vier Birdies notierte der 38-Jährige zwischen Bahn 3 und 6. Zwei Doppel-Bogeys auf den Löchern 7 und 10 ließen die Verfolger aber wieder etwas näher heranrücken und zeitweise lag der zweifache Major-Sieger, Kaymer, sogar in alleiniger Führung. Da aber auch die deutsche Nummer eins an einem Tag, der deutlich niedrigere Ergebnisse zuließ als noch in Runde eins und zwei, nicht fehlerfrei blieb, gehen die beiden erfahrenen European-Tour-Spieler in geteilter Führung bei -9 in den Finaltag.

"Ich freue mich sehr auf morgen", sagte Kaymer, der mit einer 69 (-3) ins Clubhaus kam. "Es ist eigentlich egal, was morgen passiert - ob man gewinnt oder nicht. Es ist schön in dieser Position zu sein, ein Turnier gewinnen zu können." Für den US-Open-Champion von 2014 wäre es der zwölfte Titel auf der European Tour. "Im vergangenen Jahr hatte ich bereits ein paar Chancen, die ich nicht genutzt habe. Je häufiger man in diese Position kommt, desto besser geht man damit um und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit."


(Maximilian Kieffer, Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Nur ein Schlag hinter dem deutsch-spanischen Duo folgt Kieffer, der im Anschluss an seine 68 (-4) zugab, dass er sich auf den Grüns noch etwas unsicher fühle. "Ich habe in den vergangenen Wochen wenig an meinem Putten trainiert", so der 30-Jährige, der sich aufgrund ausbleibender Erfolge zuletzt primär auf das lange Spiel fokussierte. In dieser Woche scheint jedoch das Gesamtpaket bei Kieffer wieder zu stimmen und somit darf er sich berechtigte Hoffnungen auf den ersten Titel bei seinem 216. Start auf der European Tour machen.

In der Verfolgergruppe befinden sich aber auch Spieler, deren Erfolge gar nicht so lang zurückliegen. So rangiert unter anderem mit John Catlin ein US-Amerikaner auf dem vierten Platz, der im vergangenen Jahr zwei Siege holte. Joost Luiten, Sieger der Oman Open 2018, folgt auf Platz fünf, den er sich mit Daniel Gavins und Jacques Kruyswijk - beide noch ohne European-Tour-Titel - teilt.

Dank der besten Runde des Tages wahrte mit Nicolai von Dellingshausen ein dritter Deutscher seine Titelchancen. Der 28-Jährige pflügte mit acht Birdies bei nur einem Bogey durch das Feld und geht als Achter bei -5 ins Finale. Für von Dellingshausen wäre es ebenfalls der erste Titel auf der European Tour. Dass sich der Mann vom GC Hubbelrath durchaus wohlfühlt im Diamond CC, zeigte er bereits im vergangenen Jahr, als er als geteilter Führender in den Finaltag ging. Nach einer 76 (+4) reichte es aber am Ende nur zum geteilten 15. Rang.

Auch der Österreicher Matthias Schwab konnte sich mit einer starken Leistung am Moving Day in den näheren Dunstkreis der Spitzengruppe vorspielen. Die aktuelle Nummer 43 der Saisonwertung benötigte nur 66 Schläge in Runde drei und rangiert damit in den Top Ten.

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Daniel Dillenburg

Daniel Dillenburg
Freier Redakteur

Daniel Dillenburg, schreibt seit 2013 über den schönen Golfsport und ist nun nach seinem Bachelorstudium im Fach Medienwissenschaft nach Wien gezogen. Artikel werden trotzdem noch in hochdeutsch verfasst.

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