Women's Open

Harm im Major-Hauptfeld

Leonie Harm schafft als einzige Deutsche den Cut bei der Women's Open. Titelverteidigerin Sophia Popov scheitert.

21. August 2021

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Acht Deutsche bei einem Major. Eine seltene Ausgangssituation. Darunter eine Titelverteidigerin. Bis dato einmalig. Zu schade, dass dann aber nur eine Hoffnungsträgerin den Sprung ins Hauptfeld des letzten Majors des Jahres schaffte. Der schwere Links-Course von Carnoustie hatte seine Zähne gezeigt, nur Leonie Harm gelang der Sprung über die magische Cut-Linie. 

Die Siegerin der British Ladies Amateur Golf Championship von 2018 hatte sich über das LET-Ranking ins Feld gespielt und kam nach einer starken 70er Auftaktrunde mit 73 Zählern zurück ins Clubhaus nahe St. Andrews. Dabei steckte die Stuttgarterin ein Doppel-Bogey von Loch 8 weg und brachte neben zwei weiteren Bogeys auch drei Unterspielungen auf ihre Karte.

Als geteilte 31. hat Harm bei insgesamt eins unter Par sechs Zähler Rückstand auf das Duo Mina Harigae (70+67) und Georgia Hall (68+69) an der Spitze. Hall, die die Women's Open 2018 gewinnen konnte, meinte: "Bei jeder Open möchte ich mein Bestes geben. Die Bedingungen waren ziemlich ruhig und ich habe ziemlich gut gespielt. Dies ist ein fantastischer Golfplatz, einer der besten der Welt. Es gibt noch viel Golf zu spielen, aber ich bin glücklich, wo ich bin."

Weit weniger zufrieden konnten Olivia Cowan, Laura Fünfstück, Karolin Lampert, Esther Henseleit, Sophia Popov, Aline Krauter und Caroline Masson mit ihrem Abschneiden sein. Sie alle verpassten den Cut. Popov hatte vergangenes Jahr Golf-Geschichte geschrieben, als sie als Nummer 304 der Weltrangliste in die Women's Open 2020 ging und als erste deutsche Frau ein Major-Turnier gewann. Und das, obwohl sie einige Monate zuvor mit dem Karriereende liebäugelte.

Da vergangenes Jahr keine Zuschauer zugelassen waren, wollte sie diese Woche ihren Sieg besonders genießen und ein wenig nachfeiern. Leider sollten Runden von 72 und 75 Zählern nicht für den Sprung ins Hauptfeld reichen. Es fehlten zwei Schläge für die Cut-Linie - ein Par anstelle des Doppel-Bogeys von Loch 18 hätte fürs Wochenende gereicht.

Sebastian Burow

Sebastian Burow
Chefredakteur Golf.de I myGOLF

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